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Von ganzem Herzen wünsche ich allen
Lesern harmonische Feiertage.
Möge der Strahl des Weihnachtssterns
die grenzenlose Fülle und bedingungslose Liebe
der Schöpferquelle in all unsere Herzen führen
und uns in jedem Moment unseres Daseins bewusst machen!


   
    An dieser Stelle ist es mir auch ein besonderes Anliegen,
mich für das Vertrauen sowie die Teilnahme an meinen Seminaren
respektive Vorträgen zu bedanken.
Mein herzlicher Dank gilt auch all den zahlreichen Freunden,
die mir während der vergangenen Tage geschrieben haben.

Mit lieben Grüßen,
Cornelius Selimov
 
   

  

     
    

Der Weihnachtsengel

Ob es ein Ereignis gibt, das Literaten seit Jahrhunderten annähernd so oft episch erhöhen, poetisch preisen und romantisch verkünden, das Komponisten in schlichten Volksliedern wie polyphonen Oratorien musikalisch so bezaubernd bejubeln, das Künstler zahlreicher Epochen in prächtigen Wandmalereien, schillernden Mosaiken, imposanten Gemälden, feisten Schnitzereien und ziselierten Plastiken ebenso ehren wie die Geburt des Jeschua von Nazareth, vermag ich nicht zu sagen.

In welcher Kunstform und Kunstfertigkeit jenes Geschehen, das unter dem Begriff „Weihnachtswunder“ im Bewusstsein der Menschen einen zentralen Platz eingenommen hat, auch dargestellt sein mag, es ist untrennbar mit der Verkündigung einer Botschaft verbunden.

Niemals wird eine Botschaft aus höheren Ebenen laut übermittelt. Unzählige spirituelle Texte, Legenden und Darstellungen erinnern uns daran, dass Botschaften, die einen inneren Neubeginn, ein Wiederzurückfinden zu jenen Seelenaufgaben, die uns hierhergeführt haben, ein Wiederandocken an eine höhere Schöpferquelle, in der Stille der Zurückgezogenheit oder sogar im tiefen Frieden des Traumes den Menschen bewusst werden. 

Jeder mag seine eigenen Vorstellungen haben, ob die Verkündigung der Geburt jenes Kindes, das den Weg des Friedens auf der Erde vorgelebt hatte, als innere Eingabe, als eine wortlose Stimme, die man tief in seinem Herzen zu hören verspürt, den biblischen Menschen überbracht wurde oder ob eine tatsächliche Erscheinung ihnen gegenübergetreten ist.

Jene Suchenden, die immer wieder vertrauensvoll die Weisheit der Stille aufsuchen und sich schweigend einem Zugang in höhere Ebenen öffnen, die ihre Sensoren der Bewusstseinsfrequenz auf Empfang justieren, um Sendungen höherer Schwingungen zu empfangen, wissen, was sie empfinden, wenn sie mit Engeln kommunizieren. So unterschiedlich die Wahrnehmungen und Empfindungen dieser Menschen während ihrer außergewöhnlichen Begegnungen auch sein mögen, ihnen allen fehlt es an Worten, das Erlebte adäquat zu beschreiben.

Kinder sind es, die mit ihren kleinen Händen, die noch ausschließlich von der Kraft des Herzens geführt werden, das Wesen der Engel, deren ständige Präsenz ihnen bewusst ist, zu formen oder zu zeichnen vermögen.

Kräfte jener Mächte, die mit dem Weihnachtsengel, viel mehr noch mit seiner Botschaft des inneren wie des äußeren Friedens und somit des Heilwerdens aller Menschen keinen Gefallen hatten, waren zu schwach, um ihn zu vernichten. Selbst aus dem Bewusstsein der Menschen, aus ihren Seelenwünschen, ließ sich der Weihnachtsengel nicht mehr vertreiben. Jedoch gelang es den Dunkelmächten mit stetig wachsendem Druck das Bild des Weihnachtsengels zu verändern: Man passte es dem Zeitgeist an. Künstler wurden nicht länger von der spirituellen Macht der Engel inspiriert. Als niedliche Rokoko-Figürchen und naiv lächelnde Putten zieren sie prunkvolle Räume und werden freudig bewundert.

Der sogenannte Verstand hat Engel auf die Ebene der Materie gezerrt, um sie säkularisiert entsprechend dem Maß der Vernunft zu betrachten, zu verstehen, zu begreifen. Sobald der Mensch meint, etwas begriffen zu haben, schreckt er nicht länger zurück, es gemäß seiner utilitaristischen Vorstellungen zu manipulieren, zu gebrauchen, zu missbrauchen. Skrupellos hat er Engel die Rolle zugewiesen, im Kitschgewand vor Kaufhäusern Bonbons für die Kinder sowie Prospekte für die Erwachsenen lächelnd zu verteilen. An den festlich geschmückten Ästen der Weihnachtstannen dürfen sie im Glitzerlook neben gläsernen Schaukelpferden und Schneemännern aus Windschaum baumeln als wären sie erhängt. Genüsslich verzehren Naschkatzen jene Himmelsboten, die aus Schokolade oder Marzipan geformt sind und tupfen anschließend ihre Lippen in Servietten, die mit Engelabbildungen bedruckt sind. Engel wurden zum Handelsgut. Längst sind sie kommerzialisiert. Ihr Marktwert berechnet sich aus ihrer Größe, ihrem Gewicht und selbstverständlich aus ihrem Material. Die frohe Botschaft, die heute von ihnen erwartet wird, ist nicht mehr als ein Etikett mit der Aufschrift „Sonderangebot - reduzierte Ware“.

Allein der wahre Weihnachtsengel ist über diesem Treiben erhaben. Er war nie käuflich zu erwerben. Er ist nicht einmal bestechlich. Selbst das lauteste Getöse in den Straßen, selbst das wütende Gemurre der adventlich gestressten Menschen hatte niemals die Kraft, die Schwingung des Engels der Heilsbotschaft zum Verklingen zu bringen. Unbeirrbar ließ seine feine Oberstimme stets das Motiv der Liebe ertönen. Jenes Motiv, das die Mystiker in der Stille ihres Lebens, ihres Daseins im Einklang mit ihrer Seele, ihres Einsseins mit der Harmonie des Kosmos als höchstes Mysterium erlebten.

Nun obliegt es der Selbstverantwortung, mehr noch der Selbstliebe, eines jeden Einzelnen, den Engel der Verkündigung in der Harmonie der eigenen Stille wiederzufinden, um seine Botschaft, die er stets auf Augenhöhe sendet, zu empfangen und von ihm Rat für das Leben zu erfragen, zu erbitten.

                                         Cornelius Selimov, Dezember 2013

    
     

 

 

 
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