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Von ganzem Herzen wünsche ich allen
Lesern
harmonische Feiertage.
Möge das Licht des Weihnachtsfests
den Weg der Seele beleuchten!
                                                      

   

An dieser Stelle ist es mir auch ein besonderes Anliegen, mich für das Vertrauen sowie die Teilnahme an meinen Seminaren respektive Vorträgen zu bedanken.
Mein herzlicher Dank gilt auch all den zahlreichen Freunden, die mir während der vergangenen Tage geschrieben haben.

Mit lieben Grüßen,
Cornelius Selimov

                                           
                     

 

 

 
                                  

                     

 

            

Folge der Weihnacht !
      
Weihnachten. Kann es sein, darf es sein, dass Weihnachten vor der Perfidie, sich immer rascher in unseren Alltag zu drängen, nicht zurückschreckt? Es macht den Anschein, als wolle dieses Fest von Jahr zu Jahr aufdringlicher Unruhe in den gewohnten Stress unseres Alltags bringen. Würden nicht Heerscharen von Postboten uns die frohen Botschaften der Kaufhäuser verkündigen, manch einer wäre im Stande, Weihnachten zu übersehen oder gar aus seinem Bewusstsein zu verdrängen. Aber Weihnachten ist so konsequent, sich aller Mittel zu bedienen, nicht in Vergessenheit zu geraten.
                                
Schon das Ereignis selbst, der Tag, an dem sich das Licht in Gestalt eines Kindes auf die Erde begab, fiel in keine ruhige Zeit, denn bereits damals wurden die Menschen von Mühseligkeiten des Lebens geplagt.
                     
Die Herren jener Stadt, von der man sagte, sie sei die ewige, leiteten von ihrer militärischen Überlegenheit das Recht ab, über Völker und Länder zu herrschen. Man übte Gewalt, um Gewalt zu erlangen und Gewalt zu halten, denn im Zentrum des römischen Imperiums wusste man, auf welch tönernen Füßen weltliche Macht steht, wie endlich alles Irdische ist, wie ohnmächtig die Macht zu sinken hat, wenn ihre Tage verstrichen sind. Selbst das Leben Caesars - des berühmtesten Imperators, von dem die Geschichte zu berichten weiß, jener, der „kam, sah und siegte“ - selbst dieses Leben wurde von Dolchstößen römischer Senatoren gewaltsam beendet. Den tödlichsten Stich versetzte ihm wohl Brutus, sein Vertrauter, den er wie einen Sohn liebte. So tief hatte die Herrschsucht die scheinbar Großen zu Fall gebracht, dass die Banden der Freundschaft weniger galten als Macht. Was sollte in einer Welt noch Bestand haben, was noch geehrt werden, in der selbst die Bibliothek von Alexandria und mit ihr das kosmische Wissen um die Einheit und Verbundenheit der gesamten Schöpfung den Flammen zum Opfer gefallen war? Wen mag es wundern, dass in diesen Tagen ein König den Befehl gab, Kinder zu morden? Längst folgten die Menschen dem dunkelsten aller möglichen Pfade: Dem Stärkeren stand es zu, Herr zu sein, während der Schwächere verdammt war, ihm als Sklave zu dienen.
                                       
Wem sich Gelegenheit bot, der beteiligte sich auf seine Weise am Ringen um Ansehen und Wohlstand, der focht um die Position des Herrn, um dem Los des Sklaven zu entgehen, der setzte alles daran, um Ausbeuter und nicht Ausgebeuteter zu sein. Dieser endlose Kampf verband die Menschen, so unterschiedlich ihre Herkunft, Bildung und ihr Einkommen auch waren. Der mächtige Kaiser Augustus im fernen Rom, König Herodes in Judäa, Statthalter Quirinius aber auch die tausenden, uns namentlich nicht bekannten, Bewohnern des Erdkreises folgten diesem Lebensziel.
                            
Wer Menschen beherrschen will, muss sie kontrollieren. So erging von Kaiser Augustus der Befehl, alle Bewohner des römischen Reiches haben sich in Steuerlisten einschreiben zu lassen. Es genügte dem Machthaber nicht, die Bürger dort registrieren zu lassen, wo sie lebten und ihrer Arbeit nachgingen. Er war bestrebt, über die Herkunft seiner Untertanen deren Gesinnung und Loyalität zu erforschen. Daher musste jeder in die Stadt seiner Väter, an den Ort seiner Wurzeln gehen, um der Verordnung Folge zu leisten. Niemand war ausgenommen: Alte, Kranke, selbst Schwangere mussten die Strapazen weiter Fußmärsche auf sich nehmen.
                           
In den Straßen herrschte hektisches Gedränge, die Menschen stießen aneinander, denn viele fürchteten, nicht rechtzeitig dem nachkommen zu können, was sie für ihre oberste Pflicht hielten. Jene, die nicht rasch genug gehen konnten, wurden einfach vom Weg geschoben. Händler und Kaufleute, wer auch immer Gelegenheit fand, versuchte in und aus dieser Zeit der Lieblosigkeit Profit zu gewinnen.
                                  
Selbst die Besitzer der Herbergen trieben Wucher, was zur Folge hatte, dass nur Wohlhabende Quartiere zu beziehen vermochten. Wer nicht auszubeuten war, weil er zu wenig besaß, wurde ausgestoßen und vor die Mauern der Stadt verwiesen. Der Mittellose verlor seinen Platz unter den Menschen, man wies ihn an, im Stall mit den Tieren zu leben.
                         
Das römische Reich durfte sich vieler bedeutender, prächtiger Stätten rühmen, doch dem wahrhaft Mächtigen gefiel es, in einem kargen Stall, ein Zeichen zu setzten. Nicht in den erhabenen Gemächern des Statthalters Quirinius, nicht am prunkvollen Hofe Herodes, nicht im pompösen Palast des mächtigen Kaisers Augustus, in einem Stall, vor den Mauern der Stadt Bethlehem gefiel es dem Mächtigen ein Ereignis geschehen zu lassen, das die Menschheit verändern sollte, das die Menschheit zurückführen sollte zu ihren schwesterlichen und brüderlichen Wurzeln, das die Menschheit erinnern sollte, dass sie nicht angetreten ist, um äußeren Glanz zu verbreiten, sondern inneres Licht zu entzünden. In jener dunklen Zeit, die von Gier, Macht, von Lieblosigkeit geprägt war, wurde dieses Licht den Menschen wiedergeboren.
                        
So war mit der Geburt jenes Kindes, das keine andere Aufgabe auf Erden verfolgte, als die Menschen an ihr wahres Wesen zu erinnern, eine Zeit angebrochen, die uns die Entscheidung abverlangt, wem wir aus freiem Willen folgen wollen: Der Dunkelheit oder dem Lichte?
                     
Die Hirten ahnten nicht, dass man ihrer noch tausende Jahre später gedenken und ihnen Lieder singen werde, sie folgten dem Ruf ihres Herzens und teilten, wo sie bittere Not erkannten. Die Weisen aus dem Morgenland folgten dem Schein eines Sterns. Sie folgten dem uralten Wissen: „Wie Oben so Unten“. Als sie das Licht des himmlischen Sterns auf der Erde gefunden hatten, folgten sie diesem Weg und widersetzten sich dem Gebot Herodes, ihm Bericht zu erstatten. Joseph folgte seiner Eingebung, die er nächtens im Traum empfangen hatte. Er kehrte nicht nach Nazareth zurück, wo seine Arbeit, sein Pflicht, wartete, er trat mit seiner Familie eine Reise in ein ihm unbekanntes Land an. Stets bewahrheitete sich die Weisheit der Väter der Vorzeit: „Wer das Licht erschaut, folgt nicht länger dunklen Pfaden.“
                         
So ist Weihnacht seit Anbeginn die Zeit des Folgens. Nein, nicht jenes Folgens, das man disziplinierten Kindern abverlangt. Nicht jenes Gehorchens, das am Sankt-Nikolaus-Tag mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen belohnt wird. Weihnacht ist die Wiedergeburt des Lichtes in der Zeit der Finsternis. Weihnacht will jeden Mensch daran erinnern, warum er geboren wurde, mit welchem Auftrag seine Seele in dieses Leben gezogen ist. Weihnacht ist jenes Tor des Lichtes, der Klarheit, durch das man treten muss, will man die Bestimmung seiner Seele erfüllen. Weihnacht lädt jeden Mensch ein, dem Weg seiner Seele zu folgen. 
                                                                                                

                                                 Cornelius Selimov, Dezember 2012
                                

                

 

 

 
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